Der Rio Negro und die Welt des Schwarzwassers

Wir schauen von Afrika aus nach Westen und lassen uns in Südamerika nieder, schweifen mit dem Blick durch den Amazonas und landen am Rio Negro.Auch hier ist die Fischwelt eine einzigartige und auch in der Aquaristik sehr bekannt, in vielen heimischen Aquarien leben auch Fische aus dem Rio Negro ein sehr bekannter ist unter anderem der "Rote Neon", was aber nur als Visitenkarte für die vielen schönen Fischarten dieser Region steht.

 

Bild oben, Seitenarm des Rio Negro

 

Mit einer Wasserführung von ca. 28.400 m³/s und einer Länge von an die 2.300 Kilometern, eindeutig der zweitgrößte Nebenfluss des auch in der Aquaristik bekannten Amazonas, beide liegen in Südamerika.

Die Quelle dieses Schwarzwasserflusses beginnt in den Berg und Waldregionen von Guayana, dieser Schwarzwasser Fluss fließt dann in östlicher Richtung leicht nach Süden und mündet etwas unterhalb von der Stadt "Manaus" in den auch in der Aquaristik bekannten Amazonas.

An der Einmündungsstelle des südamerikanischem "Rio Uaupes" welcher mit ca. 1400 km Länge, dann ungefähr auf Äquatorhöhe einfließt, nimmt der Rio Negro im Bundesstaat Amazonas welcher zu Brasilien gehört, dessen nach Osten gelegene Fließrichtung auf.

Irgendwann oberhalb von São Gabriel da Cachoeira, wandelt sich dieser in unzählige Stromschnellen, diese Welt ist zu großen Teilen immer noch unberührt und die Artenvielfalt unter Wasser ist einzigartig, dazu auch in der Aquaristik und in vielen heimischen Aquarien Europas und anderer Staaten der Welt sicherlich durch die Gestaltung von großen sowie kleinen Aquarien prägnant durch die Farbenvielfalt dieser Fische.

Etwa 300 Kilometer weiter, verlangsamt sich der Rio Negro mehr und mehr und fängt an sich zu verästeln, sich dann in einem ausgedehnten Überschwemmungsland zu wandeln, welche mit unzähligen Inseln und ruhigen Armen, mit einer tropischen Vegetation an dessen Ufern das typische Gesicht aufweist.

Der Rio Negro ist vorallem wegen seines hohen Gehaltes an Fulvosäuren und ebenso an Huminsäuren auch unter Biologen bekannt.

Auf einer der letzten Reisen wurde festgestellt das diese Artenvielfalt immer mehr ausgebeutet wird, vorallem durch Arten welche als Wildfänge nach Europa und auf andere Kontinente exportiert werden ist dies nun in Gefahr.

Inzwischen ist nun bekannt das es auch in Europa z.b. Nachzuchten des Roten Neons gibt welche vorallem soweit mir bekannt, in Osteuropa rangezogen werden.

Zwar ist immer noch das Potenzial dieser Welt immens durch seine unzähligen Arten wie Barsche, Salmler, Welse und die vielen anderen Gattungen aber wer weiss wielange noch?

 

 

Bild oben, zeigt links den Rio Negro und rechts den Amzonas, den Übergang beider Flüsse ineinander

 

Hier nur einige Arten welche dort heimisch sind:

Schachbrettcichliden ( Dicrossus maculatus )

Flaggenbuntbarsche ( Mesonauta festivus )

Geophagus daemon

Apistogramma hippolytae

Apistogramma mendezi

Messerfische ( Gymnotus Carapo )

Antennenwelse ( Ancristus hopogenys spec. )

Einbinden Ziersalmler ( Nannobrycon unifasciatus )

Rotkopfsalmler ( Hemmgramus bleheri )

Grüner Piranha ( Serrasalmus brandtii )

Panzerwels ( Corydoras Adolfos )

Nicht zuletzt erwähnt sei der Rote Neon (Paracheirodon axelrodi) oder die gelbe Variante der Gelbe Neon, welcher sich lediglich mit einem gelben Streifen anstelle eines blauen vom Roten Neon unterscheidet.

Zwar ist diese Art nicht sehr häufig im Aquarium und für die meisten wahrscheinlich nicht so spektakulär, weil der gelbe Neon farblich nicht so mit dem Paracheirodon axelrodi mithalten kann, aber in einem ausreichend großem Becken mit einer naturnahen Gestaltung und in entsprechender Zahl sicherlich dennoch ein Blickfang ist.

Hier wurden nur einige Arten erwähnt, aber dieses Paradies bietet bei weitem mehr, hoffen wir das sich diese Artenvielfalt noch lange hält!

Auf der Seite Catfish-and-more.com, haben wir dies noch entdeckt:

Monat für Monat verlassen um die drei Millionen Zierfische, die Stadt Barcelos, darunter mehr als 80 Prozent Rote Neons (Paracheirodon axelrodi) WF.

Was besonderes possitiv zu erwähnen wäre ist, das brasilianische Naturschützer sich dafür einsetzen, dass der Zierfischfang am Rio Negro gut und fair organisiert wird und dass die Zierfischer dieser Region einen für brasiliansiche Verhältnisse, gerechten Lohn bekommen.

Somit kann ein Fischer beispielsweise für 1.000 Neon z.b. 16 Euro bekommen, davon kann man für brasilianische Verhältnisse sich und seine Familie als Fischer gut versorgen.

Jeder Amazonasbewohner, welcher durch den Fischfang sein Brot verdient, muss keinen einzigen Baum fällen, um zu überleben. All diese Menschen schützen ihre Umwelt, damit es noch lange Zierfische gibt, die ihnen und ihren Nachkommen ihr Einkommen sichert.

Unser Vermerk dazu aus der eigenen Beobachtung raus :

Absolut lobenswert das es Menschen dort Vorort gibt die den einheimischen Möglichkeiten aufweisen auf das Abholzen zu verzichten und gerechte Löhne zu bekommen, hierbei sollte man aber auch das Artenreichtum im Auge behalten.

Es liegt auch zum Teil an uns, hier in den westlichen Ländern die Waage zu halten und direkt oder indirekt dafür zu sorgen das den Menschen dort Perspektiven geboten werden, die sowohl ein Leben ermöglichen als auch die Arterhaltung zu gewährleisten, und das massive Abholzen der tropischen Regenwälder zu unterbinden.

Gleiches gilt ebenso für die Umweltverschmutzung der Flüsse.

Quellen:

Wikipedia

Eigene Beobachtungen und gesammelte Erfahrungen

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